5th World Peace Wall | Bagnolet | Paris

März 2008

Auf dem rückweg von new york hatte ich noch einen Stopp in Paris vorgesehen. Auch hier hatte ich einen Kontakt (Danke, loomit!) zu aktiven Graffiti-Künstlern –
der MAc crew -bekommen. eine kurze Mail von Kongo mit seiner telefonnummer hieß mich willkommen. ich rief ihn gleich nach meiner Ankunft an und wir verabre- deten uns am nachmittag im osten der Stadt.

Kongo sammelte mich an der u-bahn Station ein und führte mich zu dem Grafik büro der MAC crew, im obersten Stock- werk eines Hochhauses in bagnolet,
das, wie ein Adlernest, den blick über die ganze Stadt bot. Hier lernte ich auch die restlichen Mitglieder der crew kennen, lazoo, Gilbert und Juan.
Die ambitionierten Graffiti-Künstler und Grafiker haben sich in bagnolet ein kleines imperium geschaffen mit einigen Wänden, die jedes Jahr während des von ihnen initiierten Kulturfestivals „cosmopolite“ von Künstlern aus aller Welt bemalt werden. ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, als ich all die kreativen Werke begutachtete!

Wir entschieden uns für eine Wand in einem nahegelegenen Park und sprachen das Konzept und die Farbauswahl für die Pariser „Peace Wall“ durch. Am nächsten Morgen traf ich mach mit Gilbert, um die Wand schon vorzustreichen und mit dem Hintergrund zu beginnen. Gegen Mittag kamen lazoo, Kongo und Juan dazu, um ihren Part zu übernehmen. Gegen Abend war das bild fertig.
Die Wand zeigt das typische „Peace Wall”- layout mit dem Schriftzug „Avoir la Paix“ was so viel wie „lasst uns in Frieden“ bedeutet. Dies bezieht sich auf die unruhen in den Pariser Vororten im november 2005, unter anderem auch in bagnolet.

Der Auslöser dafür war der tod zweier Jugendlicher, die auf der Flucht vor
der Polizei starben. es folgten mehrere brutale razzien gegen islamische ein- richtungen, was bei der bevölkerung große empörung über das Vorgehen der Polizei hervorrief; daraufhin lieferten sich Jugendliche verheerende Straßen- schlachten mit der Polizei.

So war mit unserem bild wieder eine botschaft für ein friedliches Miteinander für toleranz und Völkerverständigung entstanden.